
Ferien Normandie
Geniessen, Erholen, Endspannen auch wenn das Wetter nicht immer toll war, konnten wir diese Landschaft und die Geschichte der Normandie erkunden.
Tag 1
Wenn der Feierabend zur Reise wird
Gleich nach der Arbeit losfahren. Ein Gefühl das einfach wunderbar ist. Wir fuhren ca. 3 Stunden auf den Campingplatz La Plage Blanche, wo wir schon freudig von Markus und Felicitas Schaub (Webseite schafema) erwartet wurden. Wir hatten unseren Platz gleich neben Ihnen, so konnten wir unseren Ferienbeginn gemeinsam einläuten.

Huttopia: Naturcampingplätze in Frankreich und Europa
Tag 2
Brunch am Morgen, Grill am Abend
Heute sind wir gemütlich in den Tag gestartet und haben uns einen leckeren Brunch gegönnt. Nach der Morgendusche habe ich einen russischen Zupfkuchen im Omnia-Backofen gebacken – leider ist er mir nicht ganz so gut gelungen, da ich die Temperatur etwas zu hoch eingestellt hatte. 😆 Na ja, jeder fängt mal neu an. Am Abend haben wir den Grill angeworfen und anschließend zu viert das Eishockey-Finale Schweiz–Finnland geschaut – leider mit einem schlechten Ende für die Schweiz. Trotzdem dürfen die Jungs stolz auf sich sein. Ihr werdet den Titel noch holen. Wir glauben an euch!

Tag 3
Ein Zwischenstopp, den wir nicht gesucht haben
Nach einer viel zu kurzen Nacht gönnten wir uns am Morgen noch ein entspanntes Frühstück. Es tat gut, kurz durchzuatmen, bevor wir uns von Schafema verabschiedeten und unsere Reise fortsetzten. Vor uns lag eine lange Etappe bis an die Küste der Normandie. Unterwegs wurden wir allerdings ausgebremst – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Unser Nils machte Probleme: Die elektrische Handbremse meldete eine Störung und in der Folge fielen sämtliche Assistenzsysteme aus. Nach mehreren Zwischenstopps entschieden wir uns, unseren Mechaniker zu kontaktieren. Leider konnte er uns nicht wirklich weiterhelfen, wie sich später herausstellen sollte. Die Fahrt zehrte an den Kräften und irgendwann machte sich die Müdigkeit deutlich bemerkbar. Also beschlossen wir, spontan einen Platz für die Nacht zu suchen. Auf der Route du Champagne in Chamery wurden wir fündig: ein ruhiger Stellplatz, eingebettet zwischen Häusern und Reben. Nicht geplant, aber genau das, was wir in diesem Moment brauchten. Manchmal sind es eben die ungeplanten Stopps, die eine Reise besonders machen.

Tag 4
Ankunft hoch über dem Meer – Le Tréport
Die Nacht war angenehm ruhig, trotzdem machten wir uns frühzeitig wieder auf den Weg. Unser Etappenziel an diesem Tag war Le Tréport. Eine zusätzliche Erleichterung begleitete uns dabei: Das Assistenzproblem vom Vortag konnten wir zum Glück noch lösen, sodass wir wieder entspannt und mit funktionierenden Systemen weiterfahren konnten. Die Fahrt verlief ruhig und ließ uns voller Vorfreude der Küste entgegenrollen. Bei der Durchfahrt durch Mers-les-Bains entdeckten wir unser Ziel schon von Weitem: hoch oben, auf den Felsen von Le Tréport, lag unser Übernachtungsplatz. Ein großartiger Anblick – und ein Moment, in dem klar war, dass sich die lange Fahrt gelohnt hatte. Nach dem Parkieren stärkten wir uns zunächst mit einem kleinen Snack, bevor wir uns aufmachten, das Städtchen zu erkunden. Unser Spaziergang führte uns hinunter zum Strand und entlang der Promenade, wo wir das maritime Flair in vollen Zügen genossen. Natürlich durften auch ein paar Postkarten für die Daheimgebliebenen nicht fehlen. Zum Abschluss unseres Rundgangs ging es bequem mit der Bahn wieder nach oben auf die Klippen – ein kleines Highlight für sich und mit einer tollen Aussicht belohnt. Die Nacht dort oben war allerdings etwas unruhiger. Der Wind tobte ordentlich und ließ uns immer wieder wach werden. Trotzdem war es ein besonderer Ort, um den Tag ausklingen zu lassen – rau, wild und ganz nah am Meer.

Tag 5
Entlang der Küste auf der Suche nach dem richtigen Platz
Nach einer windigen Nacht hoch oben auf den Felsen von Le Tréport setzten wir unsere Reise entlang der wunderschönen Küste fort. Das Meer begleitete uns dabei fast ständig und machte die Fahrt zu einem echten Genuss.
Unser erstes Ziel an diesem Tag war das kleine Dorf Veules-les-Roses. Leider wurden wir dort schnell enttäuscht, denn bei unserer Ankunft waren sämtliche Parkplätze belegt. Nach kurzem Überlegen entschieden wir uns, nicht zu warten und die Fahrt fortzusetzen.
Der nächste Halt führte uns nach Saint-Valéry-en-Caux. Der Stellplatz lag fast direkt am Wasser, was zunächst sehr vielversprechend klang. Vor Ort stellte sich jedoch heraus, dass die Fahrzeuge extrem dicht beieinander standen – kaum ein halber Meter Abstand zum nächsten Wohnmobil. Das entsprach so gar nicht unseren Vorstellungen von entspanntem Reisen.
Nach einer kurzen Pause am Wasser war für uns klar: Wir suchen weiter. Und diese Entscheidung sollte sich lohnen. Schließlich fanden wir einen Campingplatz in Saint-Pierre-en-Port, der genau das bot, was wir suchten – Ruhe, Platz und die richtige Atmosphäre, um den Tag entspannt ausklingen zu lassen.
Manchmal braucht es eben ein paar Umwege, um den perfekten Ort zu finden.

Tag 6
Wind, Wellen und weiße Felsen
Die Nacht war ruhig und wir fühlten uns gut erholt. Nach einem tollen Frühstück machten wir uns auf den Weg in Richtung Fécamp. Dort stellte sich jedoch schnell heraus, dass es schwierig war, einen Parkplatz zu finden. Also entschieden wir uns, diesen Punkt unserer Reise auszulassen – schließlich hätte es ohnehin noch weitergehen sollen.
Ein weiterer, sehr sehenswerter Ort stand ganz oben auf unserer Liste: Étretat. Etwas außerhalb des Städtchens lag ein Campingplatz, direkt daneben ein Stellplatz, der wie für uns gemacht schien. Genau richtig, um entspannt anzukommen.
Gut parkiert machten wir uns bereit, dieses berühmte Étretat endlich mit eigenen Augen zu sehen. An der Strandpromenade angekommen, begrüßte uns – wie so oft auf dieser Reise – ein kräftiger Wind. Die Wellen wurden immer stärker, die Flut kam langsam herein. Und dann war er plötzlich da: der berühmte Bogen, das „Loch“ im Kreidefelsen. Ein magischer Moment, der uns sofort in seinen Bann zog.
Wir beschlossen, die Füße noch etwas mehr zu bewegen, und spazierten den Hügel hinauf zur Kirche. Oben angekommen wurden wir mit einem noch beeindruckenderen Ausblick auf das Monument belohnt – rau, majestätisch und einfach wunderschön.
Nach zahlreichen Treppenstufen ging es wieder hinunter. Jetzt war es Zeit, endlich einen leckeren Crêpe zu genießen und einfach kurz zu entspannen. Ein wunderschöner Ferientag neigte sich danach ganz gemütlich dem Ende zu.

Tag 7
Wenn Geschichte plötzlich lebendig wird
Heute stand eigentlich ein klassischer Fahrtag auf dem Plan. Dachten wir zumindest. Von Pont de Normandie aus, vorbei an Le Havre, folgten wir der Küste in Richtung Caen. Kurz davor bogen wir rechts ab, um den Canal de Caen zu überqueren.
An der Pegasus Bridge staunten wir nicht schlecht: Große Menschenmengen hatten sich versammelt, viele davon in historischen Uniformen, andere unterwegs mit originalgetreu restaurierten Kriegsfahrzeugen. Ohne lange darüber nachzudenken, setzten wir unsere Fahrt fort – weiter in Richtung Étréham, unserer nächsten Basis.
Je näher wir unserem Ziel kamen, desto auffälliger wurde die Umgebung. Die Dörfer waren geschmückt mit den Flaggen der Alliierten – ein ungewohntes, aber beeindruckendes Bild. Auf dem Platz angekommen bestätigte sich der Eindruck: Auch hier viele Menschen in Uniform, viele Fahrzeuge, und der Platz war komplett gefüllt. Dennoch hatten wir Glück und durften auf einer großen Wiese parken und unser Lager aufschlagen.
Bei einem kühlen Apéro begannen wir zu recherchieren, was es mit all dem auf sich hatte. Schnell wurde uns klar: An diesem Wochenende jährte sich der D-Day zum 82. Mal. Menschen aus England, Belgien und den Niederlanden waren angereist, um der Helden zu gedenken und die Befreiung Frankreichs zu feiern.
Aus einem vermeintlich gewöhnlichen Fahrtag wurde so ein eindrücklicher Moment voller Geschichte, Respekt und Dankbarkeit.

Tag 8
Zwischen Regentropfen und Geschichte
Trotz leichtem Nieselregen schwangen wir uns heute aufs Fahrrad und machten uns auf den Weg nach Bayeux. Das Wetter konnte unsere Lust auf Bewegung und Entdeckungen nicht trüben – im Gegenteil, die ruhige Stimmung passte perfekt zu dieser Fahrt.
In Bayeux angekommen, beeindruckte uns vor allem die imposante Kathedrale, die mit ihrer Größe und Ausstrahlung sofort in ihren Bann zog. Ein Ort, der Geschichte atmet und einen unwillkürlich innehalten lässt.
Auf dem Rückweg meinte es das Wetter dann nicht mehr ganz so gut mit uns. Aus dem Nieselregen wurde plötzlich ein kräftiger Platzregen, der uns ordentlich durchnässte. Doch auch das gehörte irgendwie dazu – ein kleines Abenteuer, das diesen Tag unvergesslich machte.
Am Ende kehrten wir zwar nass, aber mit vielen schönen Eindrücken im Gepäck zurück. Ein weiterer Ferientag, der zeigte: Manchmal sind es gerade die ungeplanten Momente, die besonders in Erinnerung bleiben.

Tag 9
Pizza, Pedale und Panorama
Heute führte uns eine Fahrradtour nach Arromanches-les-Bains. Der Weg dorthin war wunderschön – durch die Natur, über kleine, teils lustige Wege, die das Radfahren besonders abwechslungsreich machten.
Oberhalb von Arromanches legten wir einen Stopp ein. Der Ausblick von dort oben war beeindruckend, sodass wir uns entschieden, nach diesem Moment wieder umzukehren. Unten im Meer konnten wir noch deutlich die Betonreste des ehemaligen Mulberry Harbour erkennen – stille Zeugen der Geschichte, die diesen Ort so besonders machen.
Zurück auf unserem Platz meldete sich der Hunger. Also kam der Omnia-Backofen wieder zum Einsatz und wir hatten richtig Lust auf etwas Einfaches und Gutes: Pizza. Ein perfekter Abschluss für einen aktiven und zugleich eindrücklichen Ferientag.

Tag 10
Geschichte, die nachhallt
Heute hieß es Abschied nehmen vom Campingplatz und weiterziehen. Der Tag stand ganz im Zeichen der Geschichte – und der Emotionen, die sie mit sich bringt.
Unser erster Halt führte uns zum Amerikanischer Soldatenfriedhof Normandie. Ein Ort, der tief berührt. Die endlosen Reihen weißer Kreuze, die Ruhe, die Weite – alles zusammen schuf eine melancholische Stimmung. Interessant, traurig und bewegend zugleich. Man verlässt diesen Ort nachdenklich und sehr still.
Am Omaha Beach fuhren wir nur vorbei. Der starke Regen machte einen Besuch unmöglich, doch schon der Blick aus dem Fahrzeug reichte aus, um die Bedeutung dieses Ortes zu spüren.
Weiter ging es zum Pointe du Hoc. Die Landschaft dort ist eindrücklich und rau, die zerstörten Bunker wirken bis heute erschütternd. Hier wird Geschichte greifbar – man sieht und fühlt, was hier einst geschehen ist.
In Sainte-Mère-Église machten wir ebenfalls Halt. Der Fallschirm, der an der Kirche hängt, erinnert an die nächtlichen Landungen der Fallschirmjäger – ein starkes Symbol und ein Ort, der einen innehalten lässt.
Danach wurde es etwas leichter: In Barfleur schlenderten wir durch den Hafen. Beim Bäcker sorgte eine kleine Sprachbarriere für ein Schmunzeln – wir bestellten zwei Baguettes und bekamen drei. Ein kleines, charmantes Missverständnis, wie es nur auf Reisen passiert.
Der Gatteville-Leuchtturm selbst war für uns nicht besonders spektakulär, doch der Platz davor entpuppte sich als echtes Träumchen – perfekt für eine entspannte Pause mit Blick aufs Meer.
Zum Abschluss dieses intensiven Tages übernachteten wir mitten in Cherbourg-en-Cotentin. Ein langer, bewegender Reisetag ging zu Ende – voller Eindrücke, Geschichte und stiller Gedanken.

Tag 11- Zwischen Wanderwegen und Weitblick
Der Tag begann mit einem gemütlichen Frühstück direkt im Hafen von Cherbourg-en-Cotentin. Schon beim ersten Kaffee wartete ein echtes Highlight auf uns: Im Hafen lag die imposante Queen Mary 2 vor Anker. Das riesige Schiff wirkte selbst aus der Entfernung gewaltig und ließ die anderen Boote im Hafen fast winzig erscheinen. Ein beeindruckender Anblick, den wir so schnell nicht vergessen werden.
Bevor es weiterging, machten wir noch einen Einkauf bei Leclerc. Was eigentlich schnell erledigt sein sollte, endete in einer kleinen Orientierungsrunde – wir schafften es tatsächlich, uns im Supermarkt zu verlaufen. Zum Glück fanden wir schließlich doch noch alles, was wir brauchten, und konnten darüber herzlich lachen.
Anschließend führte uns die Fahrt zum Cap de Goury. Dort angekommen schnürten wir die Wanderschuhe und erkundeten die beeindruckende Küstenlandschaft. Die schroffen Felsen, das raue Meer und der kräftige Wind machten die Wanderung zu einem echten Erlebnis.
Für einen kleinen Schmunzler sorgte unterwegs unser Handy. Plötzlich waren wir nicht mehr im französischen Mobilfunknetz, sondern im Netz einer britischen Kanalinsel – einem Kronbesitz der britischen Königsfamilie. (Dieses Mobilfunknetz gehört übrigens nicht mehr zum europäischen Roaming.) Verrückt, wie nah wir der Inselwelt bereits waren, obwohl wir noch auf dem französischen Festland unterwegs waren.
Die anschließende Fahrt entlang der Küste war einfach wunderschön. Hinter jeder Kurve warteten neue Ausblicke auf das Meer und die beeindruckenden Steilküsten der Normandie.
Den Tag ließen wir schließlich an einem ganz besonderen Ort ausklingen: Unser Übernachtungsplatz lag hoch über den Klippen von La Hague. Mit dem Blick auf das weite Meer und dem Rauschen der Wellen im Hintergrund war das der perfekte Abschluss eines erlebnisreichen Tages.

Tag 12 – Auf Nebenstraßen dem Ziel entgegen
Heute entschieden wir uns bewusst gegen die großen Straßen und fuhren gemütlich über kleine Nebenstraßen weiter zu unserem nächsten Ziel. Genau diese Strecken lieben wir am Reisen mit dem Wohnmobil – idyllische Dörfer, grüne Landschaften und immer wieder schöne Ausblicke, die man auf der Autobahn verpassen würde.
Am Ziel angekommen, merkten wir schnell, dass dieser Ort ein echter Touristenmagnet war. Entsprechend gut besucht war auch der Stellplatz. Er erinnerte eher an einen großen Parkplatz als an einen gemütlichen Übernachtungsplatz. Nicht ganz unser Geschmack, aber für eine Nacht völlig in Ordnung.
Den restlichen Tag ließen wir ganz bewusst ruhig angehen. Ohne großes Programm genossen wir einfach die gemeinsame Zeit und ließen die vielen Eindrücke der vergangenen Tage noch einmal Revue passieren.
Leider rückte dabei auch ein Gedanke immer näher: Es wurde langsam Zeit, die Heimreise zu planen. Ein Moment, der bei jeder Reise ein wenig Wehmut mit sich bringt. Gleichzeitig waren wir dankbar für all die wunderschönen Erlebnisse, die wir bisher sammeln durften.

Tag 13 – Der frühe Vogel wird belohnt
Heute galt für uns ganz klar: Der frühe Vogel fängt den Wurm. Und genau das war die richtige Entscheidung.
Schon am Morgen machten wir uns auf den Weg zum Le Mont-Saint-Michel. Mit dem Shuttlebus ging es bequem bis zur berühmten Klosterinsel, die schon von Weitem beeindruckend aus der Landschaft herausragt.
Beim Spaziergang durch die engen, verwinkelten Gassen fühlten wir uns fast wie in der Winkelgasse aus Harry Potter. Hinter jeder Ecke gab es etwas Neues zu entdecken – kleine Läden, alte Gemäuer und eine ganz besondere Atmosphäre.
Das Highlight war natürlich das imposante Kloster, das hoch über der Insel thront. Die Architektur, die Geschichte und die Aussicht machten den Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis. Für uns ist klar: Le Mont-Saint-Michel ist ein Ort, den man einmal im Leben gesehen haben muss.
Besonders froh waren wir darüber, so früh gestartet zu sein. Als wir unseren Rundgang beendeten, strömten bereits unzählige Reisegruppen und Touristen auf die Insel. Aus der entspannten Morgenstimmung wurde innerhalb kurzer Zeit ein reges Gedränge – unser früher Start hatte sich also mehr als gelohnt.
Nach diesem besonderen Erlebnis machten wir unseren Nils wieder fahrbereit und traten langsam die erste Etappe der Heimreise an. Die Rückfahrt führte uns zunächst durch Paris – ein Erlebnis für sich. Der Verkehr war dicht und immer wieder standen wir im Stau. Besonders spannend wurde es, als zahlreiche Motorräder zwischen den Fahrzeugkolonnen hindurchschlängelten. Teilweise rasten sie so dicht an unserem Wohnmobil vorbei, dass wir schon um unsere Außenspiegel bangten. Zum Glück ging alles gut und wir konnten die französische Hauptstadt schließlich hinter uns lassen.
Am Abend erreichten wir ein kleines, ruhiges Dorf, in dem wir unseren Übernachtungsplatz direkt neben einer Kirche fanden – kostenlos und herrlich friedlich. Nach dem Trubel in Paris war das genau der richtige Ort, um den Tag entspannt ausklingen zu lassen.

Tag 14 – Wiedersehen mit Schafema
Der Tag begann mit einem kurzen Stopp bei einer Boulangerie. Ein frisches Baguette und ein feines französisches Gebäck durften auf den letzten Kilometern durch Frankreich natürlich nicht fehlen.
Anschließend machten wir uns auf den Weg nach Liverdun, wo wir uns wieder mit Schafema trafen. Die Wiedersehensfreude war groß und kaum angekommen, erzählten wir uns gegenseitig von unseren Erlebnissen der vergangenen Tage. Es gab viel zu berichten und noch mehr zu lachen.
Auf dem Campingplatz herrschte reger Betrieb. Immer wieder kamen und gingen Wohnmobile und Wohnwagen. Ein Ereignis blieb uns dabei besonders in Erinnerung: Beim Rangieren blieb ein Camper mit seinem Wohnwagen an einem Baum hängen und riss sich dabei die komplette Rückwand auf. Ein Moment, bei dem wohl allen kurz das Herz stehen blieb. Zum Glück wurde niemand verletzt – der Schreck war aber sicherlich groß.
Als am Abend langsam Ruhe einkehrte, saßen wir gemeinsam vor dem Wohnmobil und genossen einen herrlich warmen Sommerabend. Bei guten Gesprächen und einem gemütlichen Beisammensein ließen wir den Tag entspannt ausklingen. Genau diese Momente sind es, die eine Reise so besonders machen.

Tag 15 - Grillduft und neue Reisepläne
Nach den vielen Kilometern der vergangenen Tage stand heute ganz bewusst Entschleunigung auf dem Programm. Der Tag begann mit einem ausgiebigen Frühstück: frische Spiegeleier, knuspriges Baguette, feiner Aufschnitt und natürlich ein guter Kaffee – der perfekte Start in einen entspannten Ferientag.
Gut gestärkt machten wir uns auf zu einer Wanderung rund um Liverdun entlang der Mosel. Die abwechslungsreiche Landschaft, die Aussicht auf den Fluss und die sommerlichen Temperaturen machten die Runde zu einem echten Genuss.
Zurück auf dem Campingplatz wurde es dann Zeit für eine kleine Abkühlung. Ein Sprung ins kühle Nass kam genau richtig und sorgte für neue Energie an diesem warmen Sommertag.
Natürlich durfte auch der gemütliche Teil nicht fehlen. Beim Apéro ließen wir den Nachmittag entspannt ausklingen und bereiteten gemeinsam den Grillabend vor. Während der Grill langsam vor sich hin brutzelte, entstanden viele gute Gespräche – über die vergangenen Tage, kommende Abenteuer und neue Ideen für zukünftige Ferien.
Es sind genau diese einfachen Momente, die eine Reise unvergesslich machen: gutes Essen, tolle Menschen und das gemeinsame Träumen von den nächsten Reisezielen.

Tag 16 - Einfach mal nichts tun
Nach den vielen Erlebnissen der vergangenen Tage gönnten wir uns heute ganz bewusst eine Pause. Kein Programm, keine Ausflüge und keine langen Fahrten – einfach einmal nichts tun.
Manchmal sind genau diese Tage die schönsten. Den Campingstuhl aufstellen, die Füße hochlegen, die Sonne genießen und den Gedanken freien Lauf lassen. Ohne Zeitdruck, ohne Pläne und einfach den Moment genießen.
Zwischendurch machten wir unseren Nils wieder startklar und bereiteten alles für die Heimreise am nächsten Morgen vor. Taschen verstauen, noch einmal kontrollieren, ob alles seinen Platz hat, und sich langsam auf die Rückfahrt einstellen.
So neigte sich unsere Reise langsam dem Ende zu. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blickten wir auf die vergangenen Wochen zurück. Wir durften wunderschöne Orte entdecken, bewegende Geschichte erleben, neue Bekanntschaften pflegen und viele unvergessliche Erinnerungen sammeln.
Ein ruhiger, entspannter Tag – genau das Richtige, bevor es morgen endgültig zurück in die Heimat geht.

Tag 17 - Zurück in der Heimat
Der letzte Reisetag begann ganz entspannt mit einem kleinen Frühstück. Noch einmal die morgendliche Ruhe genießen, bevor wir unseren Nils fahrbereit machten und uns von Schafema verabschiedeten. Wie nach jeder schönen Reise fiel der Abschied nicht ganz leicht, denn gemeinsam verbrachte Zeit vergeht bekanntlich immer viel zu schnell.
Auf dem Heimweg legten wir noch einen Einkaufsstopp in Burnhaupt-le-Haut ein. Schließlich durften ein paar französische Leckereien für zu Hause nicht fehlen.
Am Nachmittag rollten wir schließlich wieder auf unseren Hof. Zuhause anzukommen ist immer ein schönes Gefühl – auch wenn damit gleichzeitig das Ende einer wunderbaren Reise besiegelt ist.
Natürlich wartete schon die erste Aufgabe auf uns: Das Wohnmobil ausräumen, die Wäsche sortieren und langsam wieder in den Alltag zurückfinden. Doch bevor das Urlaubsgefühl ganz verschwand, stießen wir noch einmal gemeinsam auf diese wunderschönen Ferien an.
17 Tage voller Erlebnisse, beeindruckender Landschaften, bewegender Geschichte, herzlicher Begegnungen und unzähliger schöner Momente liegen hinter uns. Die Normandie hat uns begeistert und wieder einmal gezeigt, warum das Reisen mit dem Wohnmobil so besonders ist.
Danke, Frankreich – wir kommen wieder
