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Ferien Normandie

Ferien Normandie

Samstag, 30 Mai 2026 Frankreich

Geniessen, Erholen, Endspannen auch wenn das Wetter nicht immer toll war, konnten wir diese Landschaft und die Geschichte der Normandie erkunden.

Tag 1

Wenn der Feierabend zur Reise wird

Gleich nach der Arbeit losfahren. Ein Gefühl das einfach wunderbar ist. Wir fuhren ca. 3 Stunden auf den Campingplatz La Plage Blanche, wo wir schon freudig von Markus und Felicitas Schaub (Webseite schafema) erwartet wurden. Wir hatten unseren Platz gleich neben Ihnen, so konnten wir unseren Ferienbeginn gemeinsam einläuten. 

Huttopia: Naturcampingplätze in Frankreich und Europa

Tag 2

Brunch am Morgen, Grill am Abend

Heute sind wir gemütlich in den Tag gestartet und haben uns einen leckeren Brunch gegönnt. Nach der Morgendusche habe ich einen russischen Zupfkuchen im Omnia-Backofen gebacken – leider ist er mir nicht ganz so gut gelungen, da ich die Temperatur etwas zu hoch eingestellt hatte. 😆 Na ja, jeder fängt mal neu an. Am Abend haben wir den Grill angeworfen und anschließend zu viert das Eishockey-Finale Schweiz–Finnland geschaut – leider mit einem schlechten Ende für die Schweiz. Trotzdem dürfen die Jungs stolz auf sich sein. Ihr werdet den Titel noch holen. Wir glauben an euch!

Tag 3

Ein Zwischenstopp, den wir nicht gesucht haben

Nach einer viel zu kurzen Nacht gönnten wir uns am Morgen noch ein entspanntes Frühstück. Es tat gut, kurz durchzuatmen, bevor wir uns von Schafema verabschiedeten und unsere Reise fortsetzten. Vor uns lag eine lange Etappe bis an die Küste der Normandie. Unterwegs wurden wir allerdings ausgebremst – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Unser Nils machte Probleme: Die elektrische Handbremse meldete eine Störung und in der Folge fielen sämtliche Assistenzsysteme aus. Nach mehreren Zwischenstopps entschieden wir uns, unseren Mechaniker zu kontaktieren. Leider konnte er uns nicht wirklich weiterhelfen, wie sich später herausstellen sollte. Die Fahrt zehrte an den Kräften und irgendwann machte sich die Müdigkeit deutlich bemerkbar. Also beschlossen wir, spontan einen Platz für die Nacht zu suchen. Auf der Route du Champagne in Chamery wurden wir fündig: ein ruhiger Stellplatz, eingebettet zwischen Häusern und Reben. Nicht geplant, aber genau das, was wir in diesem Moment brauchten. Manchmal sind es eben die ungeplanten Stopps, die eine Reise besonders machen.

Tag 4

Ankunft hoch über dem Meer – Le Tréport

Die Nacht war angenehm ruhig, trotzdem machten wir uns frühzeitig wieder auf den Weg. Unser Etappenziel an diesem Tag war Le Tréport. Eine zusätzliche Erleichterung begleitete uns dabei: Das Assistenzproblem vom Vortag konnten wir zum Glück noch lösen, sodass wir wieder entspannt und mit funktionierenden Systemen weiterfahren konnten. Die Fahrt verlief ruhig und ließ uns voller Vorfreude der Küste entgegenrollen. Bei der Durchfahrt durch Mers-les-Bains entdeckten wir unser Ziel schon von Weitem: hoch oben, auf den Felsen von Le Tréport, lag unser Übernachtungsplatz. Ein großartiger Anblick – und ein Moment, in dem klar war, dass sich die lange Fahrt gelohnt hatte. Nach dem Parkieren stärkten wir uns zunächst mit einem kleinen Snack, bevor wir uns aufmachten, das Städtchen zu erkunden. Unser Spaziergang führte uns hinunter zum Strand und entlang der Promenade, wo wir das maritime Flair in vollen Zügen genossen. Natürlich durften auch ein paar Postkarten für die Daheimgebliebenen nicht fehlen. Zum Abschluss unseres Rundgangs ging es bequem mit der Bahn wieder nach oben auf die Klippen – ein kleines Highlight für sich und mit einer tollen Aussicht belohnt. Die Nacht dort oben war allerdings etwas unruhiger. Der Wind tobte ordentlich und ließ uns immer wieder wach werden. Trotzdem war es ein besonderer Ort, um den Tag ausklingen zu lassen – rau, wild und ganz nah am Meer.

Tag 5

Entlang der Küste auf der Suche nach dem richtigen Platz

Nach einer windigen Nacht hoch oben auf den Felsen von Le Tréport setzten wir unsere Reise entlang der wunderschönen Küste fort. Das Meer begleitete uns dabei fast ständig und machte die Fahrt zu einem echten Genuss.

Unser erstes Ziel an diesem Tag war das kleine Dorf Veules-les-Roses. Leider wurden wir dort schnell enttäuscht, denn bei unserer Ankunft waren sämtliche Parkplätze belegt. Nach kurzem Überlegen entschieden wir uns, nicht zu warten und die Fahrt fortzusetzen.

Der nächste Halt führte uns nach Saint-Valéry-en-Caux. Der Stellplatz lag fast direkt am Wasser, was zunächst sehr vielversprechend klang. Vor Ort stellte sich jedoch heraus, dass die Fahrzeuge extrem dicht beieinander standen – kaum ein halber Meter Abstand zum nächsten Wohnmobil. Das entsprach so gar nicht unseren Vorstellungen von entspanntem Reisen.

Nach einer kurzen Pause am Wasser war für uns klar: Wir suchen weiter. Und diese Entscheidung sollte sich lohnen. Schließlich fanden wir einen Campingplatz in Saint-Pierre-en-Port, der genau das bot, was wir suchten – Ruhe, Platz und die richtige Atmosphäre, um den Tag entspannt ausklingen zu lassen.

Manchmal braucht es eben ein paar Umwege, um den perfekten Ort zu finden.

https://europe.huttopia.com/de/site/calvados-normandie/

Tag 6

Wind, Wellen und weiße Felsen

Die Nacht war ruhig und wir fühlten uns gut erholt. Nach einem tollen Frühstück machten wir uns auf den Weg in Richtung Fécamp. Dort stellte sich jedoch schnell heraus, dass es schwierig war, einen Parkplatz zu finden. Also entschieden wir uns, diesen Punkt unserer Reise auszulassen – schließlich hätte es ohnehin noch weitergehen sollen.

Ein weiterer, sehr sehenswerter Ort stand ganz oben auf unserer Liste: Étretat. Etwas außerhalb des Städtchens lag ein Campingplatz, direkt daneben ein Stellplatz, der wie für uns gemacht schien. Genau richtig, um entspannt anzukommen.

Gut parkiert machten wir uns bereit, dieses berühmte Étretat endlich mit eigenen Augen zu sehen. An der Strandpromenade angekommen, begrüßte uns – wie so oft auf dieser Reise – ein kräftiger Wind. Die Wellen wurden immer stärker, die Flut kam langsam herein. Und dann war er plötzlich da: der berühmte Bogen, das „Loch“ im Kreidefelsen. Ein magischer Moment, der uns sofort in seinen Bann zog.

Wir beschlossen, die Füße noch etwas mehr zu bewegen, und spazierten den Hügel hinauf zur Kirche. Oben angekommen wurden wir mit einem noch beeindruckenderen Ausblick auf das Monument belohnt – rau, majestätisch und einfach wunderschön.

Nach zahlreichen Treppenstufen ging es wieder hinunter. Jetzt war es Zeit, endlich einen leckeren Crêpe zu genießen und einfach kurz zu entspannen. Ein wunderschöner Ferientag neigte sich danach ganz gemütlich dem Ende zu.

 Aire de Campingcar, Rue Guy de Maupassant Étretat, 49.7013889 0.2141667

Tag 7

Wenn Geschichte plötzlich lebendig wird

Heute stand eigentlich ein klassischer Fahrtag auf dem Plan. Dachten wir zumindest. Von Pont de Normandie aus, vorbei an Le Havre, folgten wir der Küste in Richtung Caen. Kurz davor bogen wir rechts ab, um den Canal de Caen zu überqueren.

An der Pegasus Bridge staunten wir nicht schlecht: Große Menschenmengen hatten sich versammelt, viele davon in historischen Uniformen, andere unterwegs mit originalgetreu restaurierten Kriegsfahrzeugen. Ohne lange darüber nachzudenken, setzten wir unsere Fahrt fort – weiter in Richtung Étréham, unserer nächsten Basis.

Je näher wir unserem Ziel kamen, desto auffälliger wurde die Umgebung. Die Dörfer waren geschmückt mit den Flaggen der Alliierten – ein ungewohntes, aber beeindruckendes Bild. Auf dem Platz angekommen bestätigte sich der Eindruck: Auch hier viele Menschen in Uniform, viele Fahrzeuge, und der Platz war komplett gefüllt. Dennoch hatten wir Glück und durften auf einer großen Wiese parken und unser Lager aufschlagen.

Bei einem kühlen Apéro begannen wir zu recherchieren, was es mit all dem auf sich hatte. Schnell wurde uns klar: An diesem Wochenende jährte sich der D-Day zum 82. Mal. Menschen aus England, Belgien und den Niederlanden waren angereist, um der Helden zu gedenken und die Befreiung Frankreichs zu feiern.

Aus einem vermeintlich gewöhnlichen Fahrtag wurde so ein eindrücklicher Moment voller Geschichte, Respekt und Dankbarkeit.

Tag 8

Zwischen Regentropfen und Geschichte

Tag 9

Pizza, Pedale und Panorama

Heute führte uns eine Fahrradtour nach Arromanches-les-Bains. Der Weg dorthin war wunderschön – durch die Natur, über kleine, teils lustige Wege, die das Radfahren besonders abwechslungsreich machten.

Oberhalb von Arromanches legten wir einen Stopp ein. Der Ausblick von dort oben war beeindruckend, sodass wir uns entschieden, nach diesem Moment wieder umzukehren. Unten im Meer konnten wir noch deutlich die Betonreste des ehemaligen Mulberry Harbour erkennen – stille Zeugen der Geschichte, die diesen Ort so besonders machen.

Zurück auf unserem Platz meldete sich der Hunger. Also kam der Omnia-Backofen wieder zum Einsatz und wir hatten richtig Lust auf etwas Einfaches und Gutes: Pizza. Ein perfekter Abschluss für einen aktiven und zugleich eindrücklichen Ferientag.

Tag 10

Geschichte, die nachhallt

Heute hieß es Abschied nehmen vom Campingplatz und weiterziehen. Der Tag stand ganz im Zeichen der Geschichte – und der Emotionen, die sie mit sich bringt.

Unser erster Halt führte uns zum Amerikanischer Soldatenfriedhof Normandie. Ein Ort, der tief berührt. Die endlosen Reihen weißer Kreuze, die Ruhe, die Weite – alles zusammen schuf eine melancholische Stimmung. Interessant, traurig und bewegend zugleich. Man verlässt diesen Ort nachdenklich und sehr still.

Am Omaha Beach fuhren wir nur vorbei. Der starke Regen machte einen Besuch unmöglich, doch schon der Blick aus dem Fahrzeug reichte aus, um die Bedeutung dieses Ortes zu spüren.

Weiter ging es zum Pointe du Hoc. Die Landschaft dort ist eindrücklich und rau, die zerstörten Bunker wirken bis heute erschütternd. Hier wird Geschichte greifbar – man sieht und fühlt, was hier einst geschehen ist.

In Sainte-Mère-Église machten wir ebenfalls Halt. Der Fallschirm, der an der Kirche hängt, erinnert an die nächtlichen Landungen der Fallschirmjäger – ein starkes Symbol und ein Ort, der einen innehalten lässt.

Danach wurde es etwas leichter: In Barfleur schlenderten wir durch den Hafen. Beim Bäcker sorgte eine kleine Sprachbarriere für ein Schmunzeln – wir bestellten zwei Baguettes und bekamen drei. Ein kleines, charmantes Missverständnis, wie es nur auf Reisen passiert.

Der Gatteville-Leuchtturm selbst war für uns nicht besonders spektakulär, doch der Platz davor entpuppte sich als echtes Träumchen – perfekt für eine entspannte Pause mit Blick aufs Meer.

Zum Abschluss dieses intensiven Tages übernachteten wir mitten in Cherbourg-en-Cotentin. Ein langer, bewegender Reisetag ging zu Ende – voller Eindrücke, Geschichte und stiller Gedanken.

Felice
hat geschrieben
Montag, 15 Juni 2026, 19:48
Aber lecker war er trotzdem😋
Felice
hat geschrieben
Montag, 29 Juni 2026, 19:57
Tolli nöii Artikel,👍🤗😍
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